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Dr. Sturm Beestermöller & Partner:
Beratung zur Abmahnung gemäß dem Arbeitsrecht

Eine erfolglose Abmahnung ist grundsätzlich keine Voraussetzung für eine verhaltensbedingte Kündigung. Ignoriert der abgemahnte Arbeitnehmer allerdings diese Warnung vor weiteren arbeitsrechtlichen Konsequenzen, kann eine zuvor angedrohte Kündigung folgen. Zu beachten ist, dass nicht jede Ermahnung gleichzeitig eine Abmahnung darstellt. Diese muss verschiedene Kriterien erfüllen, um rechtlich wirksam zu sein. Dann dient sie als klarer Hinweis dem Arbeitnehmer gegenüber, dass dieser Bestandteile des Arbeitsvertrags missachtet hat.

Obwohl in der Regel Arbeitgeber ihre Mitarbeiter abmahnen, können auch Arbeitnehmer diese Maßnahme ergreifen. Wenden Sie sich für eine juristische Beratung zu diesem Thema einfach an die Anwälte unserer Kanzlei Dr. Sturm, Beestermöller & Partner in Herne.

Sinn & Funktionen einer Abmahnung

Die Abmahnung ist ein wichtiges Instrument, um vertragsgemäßes Verhalten im Arbeitsverhältnis zu sichern. Sie hat im Detail folgende Funktionen:

  • Dokumentationsfunktion
  • Hinweisfunktion
  • Warnfunktion

Für die Rechtswirksamkeit ist essentiell, dass der Arbeitgeber genau beschreibt, wann welches Verhalten des Arbeitnehmers einen Vertragsbruch darstellte. Als Grund kann also nicht einfach „Unzuverlässigkeit“ angegeben werden (Dokumentation). Dem Arbeitnehmer muss der Vertragsbruch deutlich gemacht werden (Hinweis). Es muss außerdem vermittelt werden, dass ein erneuter Verstoß zu weiteren Konsequenzen – z.B. einer Kündigung – führen kann (Warnung). Hinzu kommt eine Aufforderung, in Zukunft Vertragsverletzungen zu unterlassen.

In der Regel wird die Schriftform gewählt, um die Pflichtverletzung in der Personalakte festzuhalten. Sollte Ihr Arbeitgeber Ihnen tatsächlich kündigen und ein Kündigungsschutzprozess folgen, sind schließlich Beweise notwendig. Trotzdem ist eine Abmahnung ausdrücklich keine Voraussetzung, jedoch in einigen Fällen eine Vorstufe zur verhaltensbedingten Kündigung.

Wann darf abgemahnt werden?

Damit eine Abmahnung rechtsgültig ist, muss eine Vertragsverletzung vorliegen. Diese besteht nur dann, wenn ein Verhalten gezielt gegen die vereinbarten Pflichten aus dem Arbeitsvertrag verstoßen hat. Zudem muss eine gewisse Schwere in dem Verstoß liegen. Dazu kann vermehrtes Zuspätkommen zählen, das Ignorieren von Anweisungen oder die Verletzung der Nachweispflicht bei Krankheit.

Das sollten Sie tun,
wenn Sie zu Unrecht abgemahnt wurden:

Eine Abmahnung ist ein sensibles Thema – gerade dann, wenn Sie auch weiterhin eine angenehme Zusammenarbeit mit Ihrem Arbeitgeber anstreben. Vor Gericht auf Rücknahme zu klagen, wäre dann eher kontraproduktiv. Sollten Sie eine ungerechtfertigte Abmahnung erhalten haben, wenden Sie sich gerne an uns, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Wir überprüfen das Dokument in jedem Fall auf seine Rechtsgültigkeit. Idealerweise verfassen Sie dann eine Gegendarstellung für Ihre Personalakte. In einem eventuellen Kündigungsschutzprozess kann diese Stellungnahme von Vorteil sein. Ganz gleich, welche Schritte in Ihrem individuellen Fall empfehlenswert sind: wir gehen sie gemeinsam mit Ihnen!

Sie haben weitere Fragen zu Abmahnungen?

Wenden Sie sich gerne an unsere Kanzlei.

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht Dr. SturmDr. Alexander Sturm

Fachanwalt für Arbeitsrecht,
Fachanwalt für Familienrecht, Mediator

Tel: 02323 – 910 920
E-Mail: a.sturm@sturm-beestermoeller.de